Kinder- und Jugendschutz bei den Jusos

Mit 14 Jahren kann man sich schon dazu entscheiden, Juso zu werden. Das ist definitiv nicht das Durchschnittsalter bei den Jusos in der SPD. Daher braucht es expliziten Schutz von Minderjährigen bei uns Jusos.

12 Stunden inhaltliches Programm, keinen physischen Ruheraum bei Veranstaltungswochenenden, jede Abendgestaltung beinhaltet Rauschmittelkonsum. Daher sollten wir uns bemühen, eine pädagogisch akzeptable Atmosphäre für Kinder und Jugendliche aufzubauen.

Um Kinder und Jugendliche bei den NRW Jusos zu schützen, liegt es in erster Hand darin, einen Ort zu schaffen, wo auch Minderjährige ohne nachhaltige Schäden sich politisch entfalten können. Unser Verband ist nicht frei von (Macht-)missbrauch, jeglichen Ismen und Diskriminierungsformen.

Aus diesem Grund müssen wir minderjährige Genoss*innen vor Ausbeutung durch unseren Verband schützen, Ausbeutungen wie z.B. tatkräftige Arbeit während Wahlkämpfen, die sich zumeist nicht nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz richten oder über 10 Stunden inhaltliches Programm durch zu sitzen, ohne ein Anrecht auf einen Rückzugsort zu haben. Auch politische Arbeit ist Arbeit, somit müssen wir ein Augenmerk darauf haben, dass es nicht normal ist, 5 Wochen am Stück durchgehend Wahlkampf zu machen als Minderjährige und es noch extremer ist, von Kindern und Jugendlichen zu erwarten, dass sie sich nach 8 Stunden konzentriert beteiligen, wenn sie offiziell nicht mal über 8 Stunden arbeiten dürfen. Politische Arbeit ist Arbeit, auch wenn es offiziell Ehrenamt ist.

Ein kategorisches Ausschließen durch nicht alternative Abendprogramme hindert Minderjährige daran, sich vollkommen entfalten zu können. Verbandsabende bieten die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen, durch das konstante Ausschließen durch selektive Auswahl an welche Jugendschutzgesetze man sich hält, werden Minderjährige nicht wirklich mit bedacht. Mit bedacht werden sie auch nicht, wenn jede zweite Abendgestaltung auf den Konsum von Substanzen hinausläuft, die man als minderjährige Person offiziell nicht konsumieren darf. Leider ist die Verbandsstruktur komplett auf Volljährige ausgerichtet.  Durch diese Verbandsstruktur können Kinder und Jugendliche bei uns leichte Opfer von Machtmissbrauch werden, durch Funktionär*innen, die zumeist vom Alter her weitaus älter sind. Vor allem minderjährige FINTA- Personen sind da häufig die Leidtragenden. Somit wird ihnen kein Raum gegeben, sich politisch zu entfalten. Bei solchen Fällen mit Kindern und Jugendlichen reicht ebenfalls kein Awareness Team, das nun mal nicht pädagogisch ausgebildet ist, weder noch die Qualifikationen hat, um mit Jugendlichen zu arbeiten.

Daher brauchen wir Implementierung von klaren Verhaltensregeln gegenüber Kindern und Jugendlichen und die Schulung von Funktionär*innen und Hauptamtlichen zum Umgang mit Minderjährigen.

Denn der Schutz von Minderjährigen muss gegeben sein, damit sie sich in einer sicheren und geschützten Umgebung engagieren können.

Forderungen:

  • explizite Schulungen für Funktionär*innen mit Minderjährigen
  • Implementierung von klaren Verhaltensregeln gegenüber Kindern und Jugendlichen